Gibt es Massentierhaltung von Hunden wegen unserer Wolle?

Gibt es Massentierhaltung von Hunden wegen unserer Wolle?

Auch wenn uns diese Frage oft absurd erscheint, erhalten wir immer wieder diese Frage von vielen, die das erste Mal von uns hören. Nicht selten werden wir gefragt, ob die Tiere sogar für unsere Wolle gequält oder getötet werden.


Um diese Frage wirklich authentisch zu beantworten haben wir Joana Bebert, eine unserer Sammlerinnen im Netzwerk gefragt, was sie denn von dieser Frage hält. Joanas Familie besteht aus ganz vielen Huskys, die sie liebevoll umsorgt und pflegt. 


“Also ein ganz spezieller Punkt wo ich mir sicher bin, dass es nicht Möglich wäre Hunde extra nur für ihre Wolle zu Halten ist der Aspekt des Geldes: Ich glaube nicht, dass es Möglich ist den Geldaufwand für das Futter der Tiere mit dem Wert der Wolle gewinnbringend zu kompensieren. Selbst wenn sie in kleinen Käfigen gehalten werden würden, bleibts ja immer noch, dass die Futterkosten weit höher wären, als die Einnahmen der Wolle. Auch weil ihr ja die Unterwolle und nicht die Komplette Wolle haben wollt. Schon allein das wär für mich ein Großer Punkt zu sagen, dass es niemals Möglich wäre Hunde allein für ihre Wolle zu halten.

Außerdem ist ja die Fellqualität stark von der Qualität des Futters abhängig. 

Billiges Futter heißt gleich schlechtes Fell heiß,, dass es weder dem*r Hundehalter*in noch euch etwas bringen würde. Zumal ihr ja auch für niedrige Qualität weniger Geld auszahlt. 

Es würde sich überhaupt nicht rentieren, wenn ich daran denke was wir für Futterrechnungen haben. Und sie haaren ja nur zweimal im Jahr richtig. Wenn pro Hund maximal n Kilo rausfällt, dann sind das 20-45€ das deckt nicht einmal die Futterkosten von einem Monat.” 

 

Besser als Joana hätten wir es auch nicht sagen können. Den Betrag, den wir für die Wolle auszahlen, honoriert die Arbeit des Auskämmens fair und wertschätzend, ist aber nicht so hoch, dass es sich dafür lohnen würde extra Hunde zu halten. Zu dem Spenden mindestens 50 % aller SammlerInnen ihren Betrag an Tierschutzorganisationen - weil sie eben kein Geld damit verdienen wollen sondern Gutes tun. 

 

 

Dieser Artikel deckt natürlich nur einen Aspekt der Thematik ab. Wir haben uns dazu noch ausführlich in unserem Podcast “die spinnen doch nicht” unterhalten - den ihr HIER anhören könnt.