Wo kommt Chiengora - Hundewolle genau her?

Where exactly does Chiengora - dog wool come from?

We have already heard everything "Do you torture dogs so that you can get the dog's wool." "Are the dogs sheared?" "Yes, tell me, why do you degrade the dog to a farm animal?" Let us do away with these assumptions once and for all. 

 

We only work with the combed out undercoat of long-haired dog breeds. This means that none of the animals is sheared but carefully combed out. Combing the animals is part of the compulsory grooming of almost all dog breeds and probably every dog owner is familiar with it. With some breeds of dogs, the undercoat falls on, with some you comb out without ever combing out the fluff:  

The condition 

Not all, but some dog breeds, have double coats. This means that the fur is divided into the somewhat more stable and coarser outer hair and the fine undercoat.

 The top hair is supposed to protect the animal from environmental influences, the fine undercoat has a climate-regulating effect. Dogs with such a coat change it at least twice a year.

The combing out

In order to support the process and to keep the coat and the animal healthy, the dog's coat is regularly brushed with fine combs.

The falling out undercoat is combed out. 

How do the dogs find that? 

The animals are combed out regularly. The animals know that, many enjoy the process and even fall asleep. 

 How often do the animals lose their undercoat? 

It's not that easy to answer. Some twice a year, others constantly, others orientate themselves towards the climate. 

For us, the owners of dogs with undercoat only do one thing differently: instead of throwing away the combed out undercoat that is produced when combing the animals, they collect it for us. 

 

Are you a dog owner and want to participate? Simply collect wool until you have at least 500 grams, enter all the information in our shipping form, request a free label and send us the wool! 

 



 

 


 

November 23, 2020 — Franziska Uhl
Tags: Knowledge
Gibt es Massentierhaltung von Hunden wegen unserer Wolle?

Gibt es Massentierhaltung von Hunden wegen unserer Wolle?

Auch wenn uns diese Frage oft absurd erscheint, erhalten wir immer wieder diese Frage von vielen, die das erste Mal von uns hören. Nicht selten werden wir gefragt, ob die Tiere sogar für unsere Wolle gequält oder getötet werden.


Um diese Frage wirklich authentisch zu beantworten haben wir Joana Bebert, eine unserer Sammlerinnen im Netzwerk gefragt, was sie denn von dieser Frage hält. Joanas Familie besteht aus ganz vielen Huskys, die sie liebevoll umsorgt und pflegt. 


“Also ein ganz spezieller Punkt wo ich mir sicher bin, dass es nicht Möglich wäre Hunde extra nur für ihre Wolle zu Halten ist der Aspekt des Geldes: Ich glaube nicht, dass es Möglich ist den Geldaufwand für das Futter der Tiere mit dem Wert der Wolle gewinnbringend zu kompensieren. Selbst wenn sie in kleinen Käfigen gehalten werden würden, bleibts ja immer noch, dass die Futterkosten weit höher wären, als die Einnahmen der Wolle. Auch weil ihr ja die Unterwolle und nicht die Komplette Wolle haben wollt. Schon allein das wär für mich ein Großer Punkt zu sagen, dass es niemals Möglich wäre Hunde allein für ihre Wolle zu halten.

Außerdem ist ja die Fellqualität stark von der Qualität des Futters abhängig. 

Billiges Futter heißt gleich schlechtes Fell heiß,, dass es weder dem*r Hundehalter*in noch euch etwas bringen würde. Zumal ihr ja auch für niedrige Qualität weniger Geld auszahlt. 

Es würde sich überhaupt nicht rentieren, wenn ich daran denke was wir für Futterrechnungen haben. Und sie haaren ja nur zweimal im Jahr richtig. Wenn pro Hund maximal n Kilo rausfällt, dann sind das 20€ das deckt nicht einmal die Futterkosten von einem Monat.” 

 

Besser als Joana hätten wir es auch nicht sagen können. Den Betrag, den wir für die Wolle auszahlen, honoriert die Arbeit des Auskämmens fair und wertschätzend, ist aber nicht so hoch, dass es sich dafür lohnen würde extra Hunde zu halten. Zu dem Spenden mindestens 50 % aller SammlerInnen ihren Betrag an Tierschutzorganisationen - weil sie eben kein Geld damit verdienen wollen sondern Gutes tun. 

 

 

Dieser Artikel deckt natürlich nur einen Aspekt der Thematik ab. Wir haben uns dazu noch ausführlich in unserem Podcast “die spinnen doch nicht” unterhalten - den ihr HIER anhören könnt. 

November 23, 2020 — Franziska Uhl
Tags: Knowledge
Crowd - Sourcing : Geht das auch nachhaltig?

Crowd - Sourcing : Geht das auch nachhaltig?

Wir sourcen unsere Wolle über ein sogenanntes Crowd Sourcing Netzwerk. Dabei sammeln ganz viel Privatpersonen, Hundesalons und Züchter die Wolle ihrer Vierbeiner und senden sie uns ein. Das macht diese Wolle besonders Ressourcenschonend, tierethisch vertretbar und nachhaltig, weil weder ein Tier extra dafür in die Welt gesetzt wurde, noch dafür gehalten oder gequält wurde. Der Flächenverbrauch, der bei klassischer Herdentierhaltung anfällt fällt weg, sowie alle weiteren Fixkosten die rein für das Halten der Nutztiere anfällt. Dadurch, dass es sich bei Chiengora um ein ursprüngliches Neben- oder auch Abfallprodukt der Fellpflege handelt kann man, den Rohstoff betrachtet von einer Ökobilanz gleich Null ausgehen. 

Die Angst einiger Kritiker ist nun : "Ist denn eure Wolle denn immer noch so nachhaltig wenn ihr ein erhöhtes Paketaufkommen durch das Versenden vieler kleiner Einzelpositionen provoziert?"

Diese Fragestellung verfolgt uns natürlich schon seit Tag eins und wir arbeiten auf zwei Unterschiedlichen Ebenen daran, diese Fragestellung zu beantworten und ein Möglichst Ressourcenschonendes und effizientes Logistiknetzwerk zu etablieren. Es gibt zwei Unterschiedliche Ansätze an denen wir arbeiten:

Sammelstellen

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien haben wir sie bereits. Sammelstellen, zu welchen Sammler*innen, die in der Nähe wohnen, ihr Wolle einfach bringen können. Einmal im Monat wird die Wolle dann gesammelt zu uns versandt. So können wir das Versandtaufkommen pro Region zentrieren und minimieren. Zu unseren Sammelstellen kommt ihr HIER

Verpackungslogistik 

Darüber hinaus arbeiten wir an einem kreislauffähigen Verpackungssystem für unser Netzwerk, das mehrfach verwendet werden kann und gleichzeitig das Versandvolumen minimiert. So können wir bis zu 80% CO2 einsparen und Verpackungsmüll signifikant minimieren. Bereits 2021 werden wir dieses System launchen können. 

Bis dahin bitten wir euch die Wolle möglichst kompakt oder mit Hilfe eines Vakuum Sackes uns zu zusenden. 

November 23, 2020 — Franziska Uhl
Tags: Knowledge